Prostata Untersuchung – Ein wichtiger Teil Ihrer Gesundheitsvorsorge

Wer an Veränderungen der Prostata denkt, hat meist sofort das Schreckgespenst Prostatakrebs vor Augen. Ob eine Vergrößerung der Prostata gutartig oder bösartig ist, kann bei einer Vorsorgeuntersuchung festgestellt werden. Nicht immer bedeuten von der Prostata ausgelöste Beschwerden also Krebs. Um dies abzuklären, empfiehlt sich ein Gesundheitscheck.

Ablauf einer Prostata Untersuchung

Bei einer Gesundheitsvorsorge betreffend der Prostata wird zunächst eine Anamnese, also Krankheitsvorgeschichte erhoben, wozu auftretende Beschwerden beim Wasserlassen und auch das Sexualleben gehören. Dies hilft dem Arzt, der eine Prostata Untersuchung durchführt, dabei zu ermessen, ob ein erhöhtes Krebsrisiko vorliegt. Darauf folgt nicht nur zur Krebsvorsorge sondern auch bei gutartigen Veränderungen ein manuelles Abtasten der Prostata über den Mastdarm, wobei festgestellt wird, ob die Prostata vergrößert ist, und ob sie hart oder elastisch ist, was dem Arzt Anzeichen liefert, ob es sich um eine gutartige oder bösartige Vergrößerung der Prostata handelt. Außerdem gehören zu einer Vorsorgeuntersuchung der Prostata Blut- und Urinproben, aus welchen Entzündungswerte und Anzeichen für evtl. vorhandene Keime gewonnen werden.

Symptome der Prostata-Vergrößerung

Durch ihre Lage direkt an der Harnröhre und unterhalb der Blase drückt eine vergrößerte Prostata vor allem auf die Blase sowie die Harnwege. Dies kann sich sowohl durch verschiedene Beschwerden beim Wasserlassen bemerkbar machen, und zwar sowohl vermehrten Harndrang, häufigen Blasendruck bis hin zu Inkontinenz als auch durch verzögertes Absetzen von Harn bis hin zu Harnverhaltung. Durch die vergrößerte Prostata wird auf Blase und inneren Schließmuskel ein permanenter Druck ausgeübt. Diese ständige Überreizung der Blase verhindert ab einem bestimmten Stadium deren völlige Entleerung, so dass sich die Blase überdehnt. Der innere Schließmuskel direkt am Blasenausgang kann dabei erschlaffen, was zu Inkontinenz führt.
Umgekehrt kann eine vergrößerte Prostata auch so auf den Harnleiter drücken, dass ein Entspannen und damit Öffnen des inneren Schließmuskels erschwert wird und verzögert erfolgt. Im schlimmsten Fall kann dies zum gefährlichen Verschluss der Harnröhre führen. Wer solche und ähnliche Symptome bei sich feststellt, sollte in einer Prostata Untersuchung abklären lassen, ob eine Vergrößerung der Prostata vorliegt und ob diese gutartig ist.

Folgen der Prostatavergrößerung

Auch eine gutartig vergrößerte Prostata (benignes Prostatasyndrom BPS) kann zu unangenehmen Folgen für die Gesundheit führen. Wie oben beschrieben drückt die vergrößerte Prostata auf Blase und Harnleiter und löst damit Beschwerden beim Wasserlassen aus, die zunächst zwar unangenehm aber nicht schmerzhaft sind, im weiteren Verlauf jedoch ernste Folgen haben können wie Harnverhaltung, schmerzhafte Überdehnungen der Blase oder Entzündungen von Blase und Harnleiter, sowie auch Entzündungen der Hoden.

Eine Prostata Untersuchung gibt also Aufschluss darüber, ob es sich bei der vergrößerten Prostata um Krebs oder um eine gutartige Veränderung handelt, die zwar unangenehm ist und zu durchaus ernstzunehmenden Folgeerkrankungen führen kann, die jedoch behandelt und gelindert werden können.