
Darmkrebs gehört zu den Erkrankungen, die sich in den meisten Fällen schleichend und lange Zeit unerkannt entwickeln. Die anfänglichen Symptome weisen nicht unbedingt auf Darmkrebs geschweige denn überhaupt auf eine ernste Erkrankung hin – daher kann Darmkrebs unter Umständen jahrelang wachsen, bevor er erkannt wird. Auch eine gesunde Lebensweise ist kein hundertprozentiger Schutz. Daher sind Vorsorgeuntersuchungen umso wichtiger.
Darmkrebsvorsorge: Risiken früh erkennen
Vor allem Patienten mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko sollten die Krebsvorsorge ernst nehmen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in den ärztlich empfohlenen Zeitintervallen ermöglichen eine frühzeitige Erkennung und tragen erheblich zur Gesundheitsvorsorge bei Risikopatienten bei.
Vorsorge nicht nur für Risikopatienten wichtig
Erhöhtes Darmkrebsrisiko ist, neben anderen Faktoren, erblich. Wenn Verwandte ersten Grades bereits an Darmkrebs erkrankt sind oder waren, sollten zur Vorsorgeuntersuchung. Empfohlen wird für den Gesundheitscheck ein Alter, das 10 Jahre vor der Erkrankung des Verwandten liegt. Ob Darmkrebs in der Familie vorhanden ist oder nicht, ist ein wichtiger Faktor bei der Einschätzung des Risikos. Menschen mit chronischer Colitis, also chronischer Darmentzündung und sonstigen chronischen Darmerkrankungen sollten ebenfalls regelmäßig zur Vorsorge, um Veränderungen am Darm gegebenenfalls frühzeitig zu erkennen. Auch für Nicht- Risikopatienten wird eine Darmuntersuchung und möglicherweise Darmspiegelung ab dem 50. Lebensjahr empfohlen. Wenn Ihr Arzt bei Problemen mit dem Darm ein Krebsrisiko für möglich hält, wird er Ihnen eine Vorsorgeuntersuchung empfehlen.
Ablauf einer Darmkrebsvorsorge
Die Vorsorgeuntersuchung wird für häufig mittels einer Darmspiegelung des Mastdarms durchgeführt. Eine solcher Gesundheitscheck mit Darmspiegelung wird bei Patienten über 50 Jahren je nach Einschätzung des Risikos alle drei bis fünf Jahre empfohlen. Zusätzlich kann wenn erforderlich eine komplette Darmspiegelung durchgeführt werden, bei der nicht nur der Mastdarm, sondern der gesamte Darm untersucht wird. Darüberhinaus gibt es auch digitale Bildgebungsverfahren, welche nicht-invasiv sind und sehr guten Aufschluss über den Gesundheitszustand des Darmes geben. Zwischen den genannten Untersuchungs-Intervallen können Stuhluntersuchungen Aufschluss auf Darmblutungen geben , wenn sogenanntes Okkultblut im Stuhl festgestellt wird.
Achten Sie auf gesunde Ernährung
Wer sich gesund ernährt, das heißt, auf frische, vollwertige Kost Wert legt, Fertigprodukte, verarbeitete Speisen, tierische Fette, Zucker und zu viel Fleisch meidet, kann das Risiko vermindern, an Darmkrebs zu erkranken – allerdings lässt es sich dennoch nicht ganz vermeiden. Wirkliche Sicherheit bietet tatsächlich auch bei gesunder Lebensweise nur eine regelmäßige Darmkrebsvorsorge.
Damit Darmkrebs nicht zu lange unerkannt bleibt, sollte die Möglichkeit einer Vorsorgeuntersuchung wahrgenommen werden, insbesondere bei Risikopatienten oder bei anhaltenden Beschwerden mit dem Darm. Krebsvorsorge gehört zu einer umfassenden Gesundheitsvorsorge und stellt außerdem die einzige Möglichkeit dar, Darmkrebs frühzeitig zu erkennen, was die Behandlungschancen entscheidend verbessert.
